Ergebnisse FlashVote „Ökobilanz“

Kaufen wir zukünftig „weniger, aber besser“?

Die Sparneigung der privaten Haushalte steigt in den Corona Monaten. Wir alle hoffen auf ein Ende der Pandemie, die alles belastet. Was wird passieren, wenn wir tatsächlich wieder aufatmen können und die Gedanken wieder freier werden? Was passiert mit dem Gesparten?

Werden sich die Werte verändern, die die Art des Konsums bestimmen?
Werden wir „bewusster“ Geld ausgeben? Und wenn ja, in welchen Bereichen?

Ein erster Schritt zur Erforschung dieser Frage ist unser letzter Schöttmer-Flashvote 2020 gewesen, den wir heute veröffentlichen. Inspiriert wurde er durch die aktuelle Diskussion in den Medien und die Empfehlung einzelner Politiker und Verbände, in Zukunft „weniger aber besser“ zu konsumieren. Also lieber eine gute teure Jeans, die man länger tragen und ggf. sogar wieder verkaufen kann, als 5 von minderer Qualität?

Wir fragten: Schließen Sie sich der Konsum-Empfehlung „weniger kaufen, aber in besserer Qualität“ an? Nein, bestimmt nicht: 1,3% | eher nicht: 12,2% | Ja, bestimmt: 32,3% | eher schon: 44,5%

Wir fragten:
Aus welcher Motivation?
(spontane Original-Zitate dahinter)

  • Besseres Nutzengefühl?
    Abseits der ökologischen Folgen, über die ich tatsächlich bisher nicht nachgedacht habe, spielt die Haltbarkeit eine große Rolle und das bessere Gefühl beim Nutzen von besserer Qualität.
  • Reduzierter Aufwand?
    Man hat länger was davon und ist nicht gezwungen, sich nach kurzer Zeit wieder auf dem Weg in die Stadt zu machen.
    Mein früheres Ich hat viel neu geshoppt und hatte sehr viel im Kleiderschrank. Daher musste ich besonders oft aussortieren.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis?
    Qualität hat sich schon immer ausgezahlt. Kostet mehr, hält dafür aber auch länger und ist somit dann doch preisgünstiger.
  • Elterliche Weisheit?
    Wer günstig kauft – kauft meistens zweimal! Das haben schon meine Eltern immer gesagt …
  • Social & Environmental Consciousnes?
    Ich kaufe mir hochpreisige Kleidung in guter Qualität, versuche aber, sie möglichst als Schnäppchen zu bekommen. Die tiefpreisigen Artikel sind in meinen Augen nicht haltbar und kommen oft aus den armen Ländern (Chemie, Kinderarbeit …?)
  • Bewusste Selbstbeschränkung / Trend Minimalismus?
    Ich benötige z.B. nicht 15 Jeans Hosen, 30 T Shirts etc. Ich versuche in allen Bereichen eher minimalistisch auszukommen. Ich kaufe nur wenn ich etwas wirklich brauche. Mache z.B. im Browser einen Tab auf und lass den ewig offen um zu schauen, ob ich es wirklich brauche.
  • Selbstwertgefühl & Status?
    Nach meiner Stundentenzeit reicht es mir langsam mit unqualitativen Produkten.
  • Marke als Qualitätsgarant abgelöst?
    Gerade im Lebensmittelsektor werden preiswerte Eigenmarken in der Regel von namhaften Markenherstellern produziert, hier generiert sich der Umsatz über die Masse und nicht über den Markennamen. Es ist komplett unlogisch, nur wegen eines Markennamens mehr Geld auszugeben. Ähnlich verhält es sich auch mit vielen anderen Artikeln, so ist beispielsweise das Innenleben der Aldi-Computer vom Markenhersteller HP, nur die äußere Hülle ist von Aldi. Auch bei Kleidung ist das vielfach so.
  • Die Suche nach dem goldenen Mittelweg?
    Man kann gleichzeitig im unteren Preissegment kaufen und trotzdem auf Qualität achten, das eine schließt das andere nicht aus.
  • Definition von Teilbereichen im Leben, die man sich „frei“ gibt, andere bei denen man „bewusst“ einkauft?
    Jeder weiß, das wir alle viele kleine Dinge machen müssen um großes zu erreichen, aber manchmal setzt der Verstand einfach aus . Bei Schuhen zum Beispiel ☺
  • Trend-Müdigkeit?
    Kurzlebige Trends führen vermehrt zu einem wegwerfverhalten, welches unser Haushalt nicht unterstützt.

Was heißt das für die Entwicklung passender Angebote?

Wir fragten:
Kann ein Hersteller Sie zum Kauf seiner (im direkten Vergleich mit den anderen Produkten im Regal vielleicht etwas teureren) Produkte bewegen, wenn Sie erkennen können, dass es sich um ein Produkt höherer Qualität / mit längerer Lebensdauer handelt?

Ruft das nicht danach, sich als Hersteller genau zu überlegen, wie das eigene Produkt in dieser Hinsicht bewertet wird und ob die Auslobung dahingehend zeitgemäß angepasst werden könnte?

Wir fragten:
Welche Auslobungen würden Sie überzeugen?

Fazit:

Wir bleiben dran, denn wir sind neugierig, wie sich das Konsum- und Kaufverhalten unter den neuen Vorzeichen verändert.

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